Konzerte
Donnerstag, 21. Mai,
19:30 Uhr
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19
Markus-Sittikus-Saal, Graf-Maximilian-Straße 3
• € 24 | VVK und ggf. Abendkasse
Eröffnung
Festrede und Konzert
tonart Sinfonietta
Der Eröffnungsabend lädt heuer auf eine musikalische Reise durch mehrere Länder und Epochen ein. Dabei stimmt die tonart Sinfonietta den festlichen Abend an, heuer stimmkräftig unterstützt vom Gesangverein Nibelungenhort Hohenems. Als Solistin ist die Flötistin Natalia Téllez Ramírez zu hören. Den Auftakt bildet Musik des polnischen Komponisten Mieczysław Karłowicz, dessen 150. Geburtstag wir heuer feiern. Anschließend führt uns der Weg nach Paris, wo Musik der Komponistin Cécile Chaminade erklingt. Im 19. Jahrhundert schuf sie mit dem Concertino op. 107 für Flöte und Orchester ein bis heute sehr populäres Werk. Von dort geht die Reise nach England, wo wir dem zeitgenössischen Komponisten Paul Lewis und seiner tänzerischen English Suite begegnen.
Festrede von Irene Aue-Ben-David
„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“ – dieses bekannte Zitat bildet den Ausgangspunkt der Festrede.
Es gibt viele Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen – damals wie heute: aus Neugier und Aufbruchslust, für Bildung und Arbeit, aus Liebe oder aus der Not heraus, um Schutz und Sicherheit zu suchen. Reisen bedeutet dabei weit mehr als das Zurücklegen von Distanzen: Es steht für Bewegung, für Begegnung und für die Veränderung von Perspektiven.
In ihrer Festrede nimmt Irene Aue-Ben-David diese unterschiedlichen Formen des Unterwegsseins in den Blick – von und nach Hohenems, in Vergangenheit und Gegenwart. Sie fragt danach, wie Bewegung Biografien prägt, wie Wissen und Erfahrungen zirkulieren und welche Geschichten Orte miteinander verbinden.
Irene Aue-Ben-David ist seit April 2026 Leiterin des Jüdischen Museums Hohenems. Die in Deutschland geborene Historikerin lebte mehr als zwei Jahrzehnte in Israel, bevor sie im Frühjahr nach Vorarlberg kam. In den vergangenen zehn Jahren leitete sie in Jerusalem das Leo Baeck Institut für deutsch-jüdische Geschichte und Kultur und beschäftigte sich dort unter anderem mit Fragen von Migration, Neuanfängen und Wissenstransfer.
Die Flötistin Natalia Téllez Ramírez, geboren in Kolumbien, absolvierte den Bachelor in Instrumentalpädagogik am Vorarlberger Landeskonservatorium und den Music-Performance-Master an der Zürcher Hochschule der Künste. Seither tritt sie als Kammermusikerin, Orchestermusikerin oder Solistin auf. Seit 2015 ist sie Lehrerin für Querflöte und Kammermusik an der tonart Musikschule.
Die tonart Sinfonietta setzt sich aus ehemaligen Musiker:innen des tonart Jugendsinfonieorchesters sowie aus Musikstudent:innen und Lehrer:innen zusammen. Musiziert wird mit heimischen ebenso wie mit internationalen Größen. Markus Pferscher, Künstlerischer Leiter der heuer 50-jährigen tonart Musikschule, betreut das Kammerorchester organisatorisch und musikalisch. Mit freundlicher Unterstützung der Schadenbauer Projektund Quartierentwicklung
Gerald Knaus: Festredner
Natalia Téllez Ramírez: Solistin
tonart Sinfonietta: Kammerorchester
Markus Pferscher: Leitung
Freitag, 22. Mai,
20:30 Uhr
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26
Salomon-Sulzer-Saal, Schweizer Straße 21
• € 25 (VVK) | € 29 (ggf. Abendkasse)
The Disorientalists. Wer war Essad Bey?
Eine musikalische Revue
(c) The Disorientalists
Das Trio aus Yuriy Gurzhy, Marina Frenk und Daniel Kahn, auch bekannt als The Disorientalists, folgt den verschlungenen Lebenswegen von Essad Bey, dessen Biografie die Widersprüche und Erschütterungen eines ganzen Jahrhunderts spiegelt.
1905 in Kyjiw als Sohn eines Ölindustriellen und einer Bolschewikin geboren, flieht Lev Nussimbaum 1920 mit seinem Vater vor den Folgen der Oktoberrevolution aus Baku über Istanbul nach Berlin. 1922 tritt er zum Islam über und nennt sich fortan Essad Bey. Unter diesem Namen sowie unter dem Pseudonym Kurban Said verfasst er zahlreiche Werke, darunter den berühmten Roman „Ali und Nino“, die Liebesgeschichte einer Christin und eines Muslims in Aserbaidschan. Neben Romanen entstehen auch Biografien über Mohammed und Stalin sowie ein begonnenes, aber unvollendetes Buch über Mussolini. Obwohl er als Jude ein Publikationsverbot erhält, sympathisiert er mit den Nationalsozialisten, flieht nach Italien und stirbt 1942 mit nur 37 Jahren in Positano. Er hinterlässt ein umfangreiches Werk – und viele Rätsel. Diesen spürt The Disorientalists in ihrer Nummernrevue nach.
Veranstalter:innen: Jüdisches Museum Hohenems und Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg
Yuriy Gurzhy Stimme, Gitarre, Bass
Marina Frenk Stimme, Klavier, Gitarre
Daniel Kahn Akkordeon, Stimme, Bağlama, Klavier, Ukulele
Freitag, 22. Mai,
18:30 Uhr
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29
Visionscafé, Marktstraße 52
• € 12 | Nur Barzahlung an der Abendkasse, begrenztes Platzangebot
Reisende und Landpartie
Eine musikalisch-kabarettistisch-literarische Reise
Ist eine Laufrunde am Alten Rhein schon eine Reise oder ist zumindest die Überschreitung einer Gemeinde- oder Landes- oder Staatsgrenze ein gültiges Kriterium einer Reise? Dietmar Illmer lässt das unbeantwortet und fasst den Begriff „Reisende“ ganz weit und offen.
In seinem Prolog zielt er auf Polarität: zerstören Reisen mehr als sie nutzen, sind sie Fluch und Segen gleichzeitig, sind Reisen lediglich verkleidete, gewandelte Kolonialausläufer? In der anschließenden Landpartie erklingen kleine Reisen und Ausflüge. Feinstoffliche, unbedeutende, intime, oftmals mit genüsslichem Spott und Ironie durchzogene Ereignisse mit örtlichem Bezug. Geschichten, Musik und eine Mischung von beidem führen durch die vergnügliche Stunde mit kleinen Überraschungen.
Veranstalter: Visionscafé Hohenems
Dietmar Illmer Musiker und Texte
Sepp Gröfler Vokal
Jürgen Hartmann Gstanzelsänger
Julian Maierwieser Vokal und Gitarre
Samstag, 23. Mai,
20:30 Uhr
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28
Salomon-Sulzer-Saal, Schweizer Straße 21
• € 30 (VVK) | € 34 (ggf. Abendkasse)
Quadro Nuevo: Happy Deluxe
Konzert
1996 gründeten die Jugendfreunde Mulo Francel und Didi Lowka das Ensemble Quadro Nuevo. Seitdem führte sie ihre musikalische Neugier von Helsinki bis Hongkong, vom Kaukasus bis in die ehrwürdige Carnegie Hall in New York. Ihre verwegene Musizierweise wurde vielfach ausgezeichnet: zwei ECHOmPreise, eine Goldene Schallplatte, der Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie zahlreiche Jazz Awards zeugen vom außergewöhnlichen Weg der Formation.
Gemeinsam mit dem extravagant-spielwitzigen Akkordeonisten Andreas Hinterseher und dem ideenreichen Pianisten Chris Gall lebt Quadro Nuevo seine Musik im Hier und Jetzt. Ihre Klangsprache erinnert an vier Burschen, die fröhlich musizierend über die südlichen Stadtplätze und Jahrmärkte zogen – ganz so, wie es in den Anfängen des Ensembles geschah.
Später verbrachte man Zeit in Buenos Aires und Rio de Janeiro, probte tagelang in der flirrenden Mittagshitze, stürzte sich kopfüber in die Nachtszene, berauschte sich an schwerem Wein, Caipirinha und frischer Brazilian Music. All dies mündete im Album Happy Deluxe. Von hier an brechen die Virtuosen auf in improvisatorisches Neuland, mal schwebend leicht, mal mediterran schillernd und dann wieder träumerisch entspannt. Quadro Nuevo versteht seine Musik als klangvolle Hommage an Glücksmomente und als bewusst positives Gegenbild zu einer oft schwierigen Welt.
Mulo Francel Saxophon, Klarinette, Mandoline
Andreas Hinterseher Akkordeon, Bandoneon,
Vibrandoneon, Trompete
D.D. Lowka Kontrabass, Perkussion
Chris Gall Klavier
Sonntag, 24. Mai,
11:00 Uhr
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26
Salomon-Sulzer-Saal, Schweizer Straße 21
• € 18 (VVK und ggf. Tageskasse)
Quartett emsiana: Wie ein Aufbruch
Jazzmatinee
Melodien und Geschichten, die bewegen, Hand in Hand mit Harmonien, die den Raum zum Schwingen bringen. Plötzlich ist man nicht mehr hier, sondern unterwegs: jenseits vertrauter Grenzen, irgendwo zwischen fernen Landschaften und dem flirrenden Licht pulsierender Metropolen. Jazz kann genau das – er macht aus Musik eine nie ganz vorhersehbare Reise, aus dem Zuhören ein Unterwegssein. Das Quartett emsiana, das auch heuer wieder zu seiner traditionellen Jazzmatinee einlädt, versteht diese Kunst des Aufbruchs meisterhaft. Die vier Musiker:innen lassen Klangwelten entstehen, die sich stetig wandeln, überraschen und weiterführen. Das Programm lädt zum gemeinsamen Erkunden ein und erzählt von Fern- und Heimweh zugleich. Es führt uns unter anderem über die Route 66, am Moon River vorbei bis nach Georgia und sogar nach Paris. Wer sich auf diese Jazzreise einlässt, begibt sich auf ein Abenteuer voller Eindrücke, Klangfarben und Emotionen. Bitte anschnallen!
Helia Samadzadeh Gesang
Peter Madsen Klavier
Dietmar Kirchner E-Bass
Martin Grabher Schlagzeug
Samstag, 23. Mai,
15:00 Uhr
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25
Salomon-Sulzer-Saal, Schweizer Straße 21
• Eintritt frei
Philomena Juen
Singer-Songwriter-Konzert
(c) Jaclin Kareta
Mit feinfühligen Songtexten, eingängigen Pop-Melodien und souligen Vocal-Runs nimmt Philomena Juen ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise durch innere Landschaften und vertritt dabei das Künstler:innen-Kollektiv Kunstkreis C bei der emsiana. In ihren Liedern erzählt die Sängerin und Songwriterin von Begegnungen und Aufbrüchen. Reduziert auf Stimme und Klavier entsteht eine intime Konzerterfahrung zwischen Soul, R’n’B und zeitgenössischem Pop.
Ihre Gesangsausbildung begann die Vorarlbergerin mit 13 Jahren am Jazzseminar Dornbirn. Später studierte sie Jazzgesang an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und widmete sich zunehmend dem Schreiben eigener Lieder. 2023 erschien ihre Debüt-Single „Flowergarden“. Neben ihrem Soloprojekt wirkt die Künstlerin in interdisziplinären Formaten mit, zuletzt am zeitgenössischen Tanztheaterstück „MARIA“.